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Erneuerbare Wärmetechnologien: Kleine Energieversorger zeichnen sich durch überdurchschnittliche Beratungskompetenz aus

Rund 16% der deutschen Energieversorger bieten mindestens eine erneuerbare Wärmetechnologie für Hausbesitzer an. Neben dem Produktangebot besitzt die Beratungskompetenz der Energieversorger eine hohe Relevanz. Eine aktuelle Untersuchung von EuPD Research zeigt, dass die Beratungsqualität teilweise deutliche Unterschiede aufweist – vor allem zwischen großen und kleinen Energieversorgern.

Bonn. Etwa 200 deutsche Energieversorger führen mindestens eine erneuerbare Wärmetechnologie, d.h. Wärmepumpen, Solarthermie, Pelletheizungen oder Mikro-BHKW für Privatkunden im  Produktportfolio. Eine aktuelle Untersuchung des Bonner Markt- und Wirtschaftsforschungsunternehmens EuPD Research zeigt, ob und wie dieses Produktangebot der Energieversorger von entsprechenden Beratungsleistungen begleitet wird. Im Rahmen dieser Analyse wurden Ansprechpartner der Energieversorger mit unterschiedlich tiefgehenden Fragestellungen konfrontiert. Wesentlicher Beratungsbedarf bestand dabei zum einen hinsichtlich des Austauschs einer alten Gasheizung, zum anderen im Hinblick auf die mögliche Einbindung von Photovoltaik zur Heizungsunterstützung.

Zwar antworteten immerhin etwa zwei Drittel der kontaktierten Energieversorger auf die Kundenanfragen, allerdings zeigt die Antwortqualität deutliche Differenzen. Insbesondere im Hinblick auf die mögliche Einbindung einer bestehenden Photovoltaikanlage werden Wissenslücken der Ansprechpartner auf Seiten der Versorger offensichtlich. Ein Drittel der angeschriebenen Energieversorger gab an, die Frage nicht beantworten zu können. Hierbei erfolgte häufig der Verweis an Handwerker als kompetentere Ansprechpartner. 7% der Energieversorger, die sich zurückmeldeten, gaben an, dass Photovoltaik nicht zur Heizungsunterstützung nutzbar wäre. Dies entspricht allerdings nicht dem aktuellen Stand der Technik.

Auffällig ist, dass qualitative Unterschiede im Antwortverhalten vor allem hinsichtlich der Größe der Energieversorger bestehen: Während  ein Drittel der kleinen Energieversorger richtig antwortete, schaffte dies bei den großen Versorgern nur jeder Vierte. Von den kleinen Energieversorgern antwortete das Gros jedoch eher oberflächlich, wobei diese erste Einschätzung dem Fragenden meist einen guten ersten Einblick in die Thematik gewährt hat.   

„Die Wärmewende spiegelt sich langsam, aber sicher auch zunehmend in den Portfolios der Energieversorger in Deutschland wider. Zentral ist aber, dass nicht nur die Produkte offeriert werden, sondern diese immer durch eine entsprechende Beratungskompetenz flankiert werden. Wir als Hersteller von innovativen Wärmelösungen sind dabei auch in der Pflicht, Knowhow weiterzugeben, um die Energieversorger bei diesen neuen Herausforderungen zu unterstützen.“, konstatiert Dr. Manuel Michaelis, Head of Key Account Management bei Vaillant.

Die Analyse der Servicequalität ist Teil der jährlichen Analyse der Angebotsportfolios von Energieversorgern. Im Rahmen dessen werden knapp 1.700 Energieversorger in der DACH-Region im Detail betrachtet. Die Energieversorger, die herausragendes Engagement im Kontext der Energiewende zeigen, werden dann im Mai 2019 mit dem Energiewende Award ausgezeichnet. Initiatoren des Projektes sind das DCTI Deutsches CleanTech Institut, The smarter E Europe und EuPD Research. Weitere Informationen zur Studie und dem Award erhalten Sie bei Saif Islam (islam[at]energiewende-award.de).